Ergebnisse 2024 (Kapitel 4)

Infrastruktur und Orientierung

© Dennis Stratmann · TMGS/absolutGPS

Information vor der Reise oder Tour

Zur Vorbereitung von stehen digitale Informationsquellen für den Großteil der im Vordergrund. Digitale Plattformen wie Komoot oder Outdooractive finden insbesondere bei den Radwandergästen hohen Zuspruch (50,0 %). Diese Entwicklung ist auch bundesweit zu beobachten: Laut -Radreiseanalyse 2024 greifen immer mehr Menschen auf digitale Planungs- und Navigationsangebote zurück.

Für sind darüber hinaus die Website des befahrenen Radwegs (40,0 %) sowie Radreiseführer (35,0 %) besonders wichtig. Dies deutet darauf hin, dass Radwandergäste ihre Touren oft umfassend planen und dabei auf eine breite Palette von Informationsquellen setzen.

Auffällig sind die Empfehlungen durch Freunde und Bekannte. Im Bundesdurchschnitt gelten sie laut ADFC für das Radreisejahr 2022 (zuletzt ausgewiesen) mit 40,1 Prozent als drittwichtigste Informationsquelle vor der Tour. Nicht so in Sachsen. Hier spielen diese Empfehlungen weiter nur für einen vergleichsweise geringen Anteil der Gäste eine wesentliche Rolle (9,5 %). Hier zeigt sich wie auch an anderer Stelle, dass der Freistaat noch keinen herausragenden Ruf genießt.

Orientierung während der Tour

In allen Segmenten sind Apps die wichtigste Orientierungshilfe vor Ort ( : 52,6 %, : 60,3 %, : 75,0 %). Zugleich spielt die Beschilderung eine beinahe ebenso bedeutende Rolle (TA: 51,8 %, RR: 57,1 %, RW: 65,0 %). Für die bedeutenden radtouristischen Angebote lohnt sich also auch weiterhin die Investition in die Wegweisung.

Dieser Befund lässt sich analog in der Radreiseanalyse 2024 beobachten: Auch dort gelten Apps, dicht gefolgt von der Wegweisung, als zentrale Quellen für die Orientierung unterwegs. Dennoch bleiben auch analoge Angebote relevant. Besonders für die haben sie im Vergleich zu den anderen Segmenten eine höhere Bedeutung. So nutzen sie gedruckte Radkarten zu 23,8 Prozent (TA: 15,5 %, RW: 12,5 %) und Tourist-Informationen zu 15,9 % (TA: 4,4 %, RW: 2,5 %).

Zwei Mountainbikende orientieren sich an einer Informationstafel der Blockline.© Dennis Stratmann · TMGS/absolutGPS

Für die bedeutenden radtouristischen Angebote lohnt sich also auch weiterhin die Investition in die Wegweisung.

Beschilderung

Die Beschilderung vor Ort schneidet mit einer Bewertung von 3,6 nur durchschnittlich ab. Am kritischsten zeigen sich die mit – einer dennoch guten – Bewertung von 3,5. Hingegen sind die Radwandergäste mit einer Bewertung von 3,9 am zufriedensten.

Knotenpunktwegweisung

Das Prinzip der Knotenpunktwegweisung ist zwei von fünf Radgästen (40,7 %) bekannt. Knapp die Hälfte dieser (48,5 %) haben die Knotenpunktwegweisung in Sachsen schon wahrgenommen, 63,5 Prozent haben sie bereits genutzt. Für drei Viertel (76,3 %) derjenigen, denen das Knotenpunktsystem bekannt ist, ist sie »sehr wichtig« (37 %) bzw. »wichtig« (39,2 %). Lediglich 9,6 Prozent empfinden die Knotenpunktwegweisung als »unwichtig« (5,2 %) bzw. »weniger wichtig« (4,4 %). 14,1 Prozent sind unentschieden.

Verbesserungspotenzial

Mehr als die Hälfte der Verbesserungsvorschläge von den Befragten beziehen sich speziell auf die Radwege. Über 10 Prozent sehen Verbesserungen im Bereich Beschilderung. Das Thema Verkehrssicherheit (insbesondere die geteilte Nutzung von Wegen mit dem motorisierten Verkehr) ist für 10 Prozent ein wichtiges Thema. Andere Aspekte umfassen die Begleitinfrastruktur, Fahrradmitnahme und Vermarktung.

Infografik zur touristischen Fahrradnutzung in Sachsen mit Anteilen von Tagesausflügen, Regioradfahren und Radwandern.

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