Glossar
Rund um den Rad- und Biketourismus werden zahlreiche Fachbegriffe und Abkürzungen verwendet. Dieses Glossar erläutert sie verständlich und wird fortlaufend ergänzt.
84 Begriffe Der Zahlenwert gibt den Durchmesser des Laufrades in der Einheit Zoll an; vor wenigen Jahren waren Mountainbikes mit 26er-Laufrädern in der Mehrzahl; heute dominieren die neueren 27,5er- und 29er-Mountainbikes den Markt. Eine Wettkampfform, bei der vier Mountainbiker auf einer tendenziell bergab verlaufenden Strecke über typische BMX-Hindernisse Rennen austragen. Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V. Allgemeiner Deutsche Fahrrad-Club e. V. Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Eine Mountainbike-Disziplin; AM-Mountainbikes sind nahezu jeder Wegbeschaffenheit gewachsen; AM-Mountainbiker haben eine hohe Affinität für Single Trails; Fahrspaß hat hohe Priorität; keine Wettkampfgedanken. Personen, die aus einem regelmäßigen, zur Alltagsroutine gehörenden Motiv Fahrrad fahren. Bezeichnet die gemeinsame Gruppe der Mountainbike-Segmente All Mountain und Enduro; bedeutsam sind für diese Zielgruppe Abenteuer, Spiel, Spaß, Ausdauer, Naturerlebnis, Fahrtechnik, Geschwindigkeit und Adrenalin; Anforderungen an Destinationen sind beschilderte Wege, Trailparks, technische und kombinierte Trails. Alltagsradfahrer/-innen Gezielte räumliche, kommunikative und qualitative Steuerung von Besucherströmen. Stellt Mountainbikern Liftanlagen oder Shuttle-Services sowie verschiedene Abfahrtsmöglichkeiten entgeltlich zur Verfügung; dient vorwiegend als Sportstätte für die Mountainbike-Disziplin Downhill; auch Enduro- und All Mountain-Biker finden Vergnügen am Bikepark. Touristisches Fahrradfahren abseits geteerter Straßen und Wege. Bundesministerium für Verkehr Aktuell die einzige olympische Mountainbike-Disziplin; besonders gefordert sind Ausdauerfähigkeit und schnelle Fahrtechnik; Teilnehmer starten im Massenstart und durchfahren eine abgesteckte Strecke mehrmals; die Art des Untergrundes variiert im Streckenverlauf: Waldwege, Wiesenwege, wenig asphaltierte Straßen; Streckenverlauf sowohl bergauf als auch bergab; dominierende Mountainbike-Kategorie dieser Disziplin: leichtgewichtiges 29er-Carbon-Fully; verwandte Disziplin: Marathon. Sportstätte, die zur Ausübung der Fun-Sportart Dirt Jumping dient; besteht vorwiegend aus verschiedenförmig angelegten Hügeln; Ziel ist das Absolvieren von Tricks beim Sprung mit dem Dirt-Bike
(26er-Hardtail), BMX-Bike oder Slopestyle-Bike; zugehörige Mountainbike-Disziplin: Slopestyle. Destinationsmanagementorganisation Mountainbike-Wettkampfdisziplin; es gilt, eine vorgegebene, bergab verlaufende Strecke schnellstmöglich zu bewältigen; Wegebeschaffenheit zumeist sehr uneben und mit verschiedenartigen Hindernissen bestückt: Wurzelteppiche, Steinfelder, Sprünge etc.; Downhill-Mountainbiker favorisieren Bikeparks und selbst gebaute Strecken; dominierende Mountainbike-Kategorie dieser Disziplin: schwergewichtige Full-Suspension-Bikes mit langem Federweg. Deutscher Tourismusverband e. V. Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. Im engeren Sinne Zweiräder, die ausschließlich mittels eines Elektromotors angetrieben werden; Pedalieren für Fortbewegung nicht zwingend notwendig; im weiteren Sinne Fahrräder mit elektronischer Antriebsunterstützung (siehe Pedelec). Ein Mountainbike mit elektronischer Antriebsunterstützung (eigentlich korrekt: Pedelec-Mountainbike); beispielsweise als E-Downhill-, E-Touren- oder E-Enduro-Mountainbike erhältlich. European Cyclists' Federation Mountainbike-Disziplin, bei der gute Fahrtechnikfähigkeiten und -fertigkeiten sowie der Wettkampfgedanke im Vordergrund stehen; Endurostrecken verlaufen häufig bergab, manchmal bergauf; Gestaltung zumeist ruppig und technisch anspruchsvoll; bei Enduro-Rennen müssen mehrere abgesteckte Streckenabschnitte (Stages) in möglichst kurzer Zeit durchfahren werden; Enduro-Mountainbikes sind durch ihren ausgeprägten Federweg abfahrtsorientiert, eignen sich jedoch durch ihr geringeres Gewicht im Gegensatz zu Downhill-Mountainbikes zudem zum Bergauffahren. Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit Sammelbegriff für Rad- und Biketourismus. Unterscheidungsmerkmal zu herkömmlichen Mountainbikes sind die Reifen, die deutlich breiter sind; Fat Bikes bewähren sich beim Fahren im Sand, Kies und Schnee; durch breitere Reifen und den niedrigen Reifendruck erlangt der Fahrer hohen Komfort und Kontrolle. Beschreibt „das reflexionsfreie, gänzliche Aufgehen in einer glatt laufenden Tätigkeit, die man trotz hoher Beanspruchung noch unter Kontrolle hat“ (vgl. Rheinberg et al. 2003); naturnahe Bewegungserlebnisse bieten sehr gute Voraussetzungen, Flow zu erleben. Ein meist angelegter Trail, der mit dem Mountainbike sehr flüssig durchfahren werden kann; entspricht der Schwierigkeitsgrad des Flow Trails dem Niveau des Mountainbikers, so kann dieser in den Genuss eines Flow-Erlebnisses kommen; Flow Trails können sowohl bergauf als auch bergab verlaufen. Fahrrad-Monitor Mountainbike-Disziplin;
Freerider biken individuell, interdisziplinär und frei von Vorgaben, Regeln und Druck; übergeordnetes Ziel sind Freiheit, Spaß und Spiel; FR-Mountainbiker bauen häufig eigenhändig Northshore-Elemente, Trails und große Sprünge in den Wald; Slopestyle-Events in Städten und das Biken im Bikepark werden heute, entgegen der ursprünglichen Bedeutung, oftmals als Freeride betitelt. Die Gruppe der Freeride- (FR) und Downhill-Biker (DH); Mountainbiken ist für sie Actionsport; sie suchen adrenalinreiche Abfahrtserlebnisse mit hoher Geschwindigkeit und ausgeprägter Airtime; FRoDHo-Mountainbiker sind in Bikeparks, auf Single und Flow Trails unterwegs; Shuttle- und Lift-Services werden von ihnen in Anspruch genommen. Abkürzung für die Mountainbike-Gattung der Full-Suspension-Bikes; meint ein vollgefedertes Mountainbike; Fullys besitzen zusätzlich zur Federgabel in der Front einen Hinterbaudämpfer; Federgabel und Dämpfer am Fully absorbieren, ähnlich wie die Stoßdämpfer eines Autos, auftretende Stöße; findet in ruppigen Disziplinen mit hohem Hindernisanteil Anwendung (Downhill, Enduro, Cross Country etc.). Landesamt für Geobasisinformation Sachsen Fahrradsegment für wechselnde Untergründe, insbesondere Forst- und Naturwege. Mountainbike-Gattung; besitzt im Gegensatz zum Fully lediglich Federgabel in der Front; in der Regel leichter als ein Fully; Steifigkeit des Hinterbaus sorgt für optimale Umwandlung von Beinkraft in Vortrieb. Industrie- und Handelskammer Landesamt für Straßenbau und Verkehr Landesmanagementorganisation Landestourismusverband Sachsen e. V. Mountainbike-Wettkampfdisziplin; unterscheidet sich durch längere Renndistanz von der Mountainbike-Disziplin Cross Country; Untergrund gleicht dieser Disziplin; verschiedene Distanzen möglich; im Gegensatz zu Cross Country werden nicht mehrere Runden gefahren, sondern eine Strecke einmalig vom Start zum Ziel. Gruppe der Marathon- und Cross-Country-Mountainbiker; betreibt Ausdauersport; gute Fahrtechnik unverzichtbar; wichtige infrastrukturelle Merkmale dieser Zielgruppe sind Rennstrecken, beschilderte Wege, Rundtouren, Streckennetze mit verknüpfbaren Touren. Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH Fahrrad für das Fahren auf grobem Untergrund, Naturwegen und Pfaden. Person, die Gruppenführungen mit dem Mountainbike anbietet und diese leitet; der Mountainbike-Guide kennt die Region, generiert einen Mehrwert (Fahrspaß, Naturerlebnis, Kulturerlebnis etc.) für die Teilnehmer und sorgt für Sicherheit, Umwelt- und Sozialverträglichkeit auf seinen/ihren Touren; professionelle Mountainbike-Guides können eine fundierte Ausbildung zum Beispiel durch Radsportverbände vorweisen; Ausbildung zum Mountainbike-Guide bisher nicht standardisiert. Studienreihe des Mountainbike Tourismusforums Deutschland und umfangreichste Erhebung zum deutschen Mountainbike-Tourismus. Die Antworten von mehr als 11.800 Befragten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol bezüglich der Werte und Wünsche von Mountainbikern legen den Grundstein für eine zielgerichtete, nachfrageorientierte Destinationsentwicklung. Gängige Abkürzung für den Begriff Mountainbike. Konstruktionen und Hindernisse im Verlauf eines Mountainbike Trails; können mit entsprechender Fahrtechnik und Geschicklichkeit bewältigt werden; Teil vieler Bikeparks; bestehen meist aus Holz; mögliche Elemente sind Brücken, Kurven, Drops oder Wellen. Freies, gemeinschaftlich gepflegtes Geodatenprojekt. OpenStreetMap Fahrrad, bei dem die Tretkraft elektrisch unterstützt wird. Public Private Partnership Ein angelegter Parcours; kann mithilfe von gezieltem Arm- und Beineinsatz („Pump-Technik“) ohne Pedalieren durchfahren werden; schult grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten des Mountainbikens: Impulsgebung, Gleichgewicht, Gefühl für Geschwindigkeit etc.; bietet Möglichkeiten für Anfänger bis Profis; Elemente können Wellen, Sprünge und Steilkurven sein. Qualitätsmanagement Systematische Sicherung und Weiterentwicklung der Angebots- und Erlebnisqualität. Radfahrende Person, die aus touristischen Motiven unterwegs ist. Radgäste, die mindestens eine Übernachtung vor Ort verbringen. Klassischer Tourismus mit dem Fahrrad, überwiegend auf Asphalt und wassergebundenen Wegen. Radreisender Gast, der den Etappen eines Radwegs folgt und die Unterkunft wechselt. Radreisender Gast, der an einem festen Standort übernachtet und von dort die Region erkundet. Regioradgäste Radreisende Radwandergäste Staatsbetrieb Sachsenforst Sächsischer Heilbäderverband e. V. Unter Mountainbikern allgemein beliebteste Wegeart; meint schmalen Waldweg; Beschaffenheit und somit Schwierigkeitsgrad kann vielseitig ausfallen; Bandbreite reicht von leicht flowig über steinig-uneben bis hin zu steil-ruppigen Wegen mit Spitzkehren. Sächsische Staatskanzlei Aus Freeriden und BMX-Biken hervorgegangene Mountainbike-Wettkampfdisziplin; Ziel ist das Absolvieren möglichst spektakulärer und stylischer Tricks auf speziell dafür angelegten Trails, Rampen und Erdhügeln; erfolgt zumeist unter Verwendung eines Dirtbikes oder Slopestyle-Bikes. Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz Sächsische Netzwerkstelle für Mountainbike-Tourismus Tagesgäste Radgast, der an der Route nicht übernachtet. Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH Mountainbike-Zielgruppe; möchte sich auf ihrer Tour erholen, Natur genießen und Gemeinschaft erleben; erwartet von Destinationen Streckennetze, gute Beschilderung, Zubringer, Rastplätze und Informationstafeln; neben der eigentlichen Tour werden Begleitangebote (Kultur, Wellness, Gastronomie) wahrgenommen. Mountainbiker, die im Vergleich zu anderen Mountainbike-Disziplinen wie Enduro oder Cross Country nicht sportliche Herausforderungen, sondern vor allem Erholung suchen; keine Wettkampfgedanken; favorisierte Wegeart: Single Trails und Forstwege; affin für Teilnahme an Mountainbike-Guidings. Zielt auf maximalen Fahrspaß und Leichtigkeit beim Biken auf Single Trails ab; Bauweise kann als Mischung aus Enduro- und All-Mountain-Bike beschrieben werden. Einstieg oder Startpunkt eines Mountainbike Trails; oft sind am Trail Head Informationen bezüglich des jeweiligen Trails aufzufinden. Bietet Mountainbikern entgeltlich die Nutzung verschieden-artiger Trails (Flow Trails, Single Trails) in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden; Trails oftmals als Rundkurs ausgestaltet; im Gegensatz zum Bikepark verlaufen im Trailpark einige Streckenabschnitte bergauf, wodurch sich die vorrangige Zielgruppe der Mountainbiker von FRoDHo in Richtung AMEN verschiebt; Shuttle- oder Lift-Services können das Angebot erweitern; Abgrenzung Bikepark zu Trailpark teilweise uneindeutig. Vielseitiges Fahrrad für Alltag, Touren und längere Reisen. Mountainbike-Disziplin; Geschicklichkeit und Gleichgewicht spielen eine übergeordnete Rolle; Hindernisparcours oder selbst gewählte Hindernisse müssen überwunden werden; Trial-Mountainbikes verfügen über wenige Gänge mit kleiner Übersetzung, haben eine geringere Rahmenhöhe und eine starre Gabel. Umsetzungsmanagement/Anlauf- und Koordinierungsstelle für den Fahrradtourismus Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH Zweirad-Industrie-Verband e. V.2
29er, 27,5er, 26er
4
4Cross (4X)
A
ADAC
ADFC
AGFK
All Mountain (AM)
Alltagsradfahrende
AMEN
AR
B
Besucherlenkung
Bikepark
Biketourismus
BMV
C
Cross Country (XC/XCO/CC)
D
Dirtpark
DMO
Downhill (DH)
DTV
DZT
E
E-Bike
E-Mountainbike
ECF
Enduro (EN)
EVLKS
EVTZ
F
Fahrradtourismus
Fat Bike
Flow
Flowtrail
FM
Freeride (FR)
FroDHo
Fully
G
GeoSN
Gravelbike
H
Hardtail
I
IHK
L
LaSuV
LMO
LTV
M
Marathon (XCM)
MaXC
MGO
Mountainbike
Mountainbike-Guide
Mountainbike-Monitor
MTB
N
Northshore-Element
O
OpenStreetMap
OSM
P
Pedelec/ S-Pedelec
PPP
Pumptrack
Q
QM
Qualitätsmanagement
R
Radgast
Radreisende
Radtourismus
Radwandergast
Regioradgast
RR
RRRW
RW
S
SBS
SHBV
Single Trail/ Singletrack
SK
Slopestyle
SMUL
SMWA
SNMTB
T
TA
Tagesgast
TMGS
Tour
Tourenbiker
Trail-Bike
Trailhead
Trailpark/ Trailcenter
Trekkingrad
Trial
U
UM
W
WFS
Z
ZIV