Radverkehrsaufkommen
Aufkommen im Untersuchungszeitraum und saisonale Besonderheiten
Im Untersuchungszeitraum zwischen Anfang März und Ende Oktober 2024 passierten insgesamt gut 1,9 Millionen Menschen die Messstandorte per Fahrrad.
Zahlreiche Einflussfaktoren prägen den Jahresverlauf im Radtourismus Klassischer Tourismus mit dem Fahrrad, überwiegend auf Asphalt und wassergebundenen Wegen. . Neben der Wochenend-, Ferien- und Feiertagslage sowie lokalen Ereignissen und Veranstaltungen, ist vor allem das Wetter Haupteinflussfaktor und Taktgeber.
Dies zeigt sich in der unten dargestellten Ganglinie. Ein überdurchschnittlich warmer März mit teils über 20° Grad und bestem Wetter bis Mitte April läuteten die Radsaison 2024 ein. Dem folgten ein Temperatureinbruch und wechselndes und teils stark regenreiches Wetter bis Ende Mai. Der Einfluss zeigt sich besonders deutlich an den freizeitorientierten Tagen am Wochenende. Zum Glück für die Gäste und Betriebe fielen zumindest die Feiertage im Mai nicht buchstäblich ins Wasser.Trotzdem dämpfte das wechselhafte Wetter die Lust auf das Fahrradfahren in Deutschland insgesamt. In der Folge zeigt sich – anders als in vergleichbaren Untersuchungen aus den Vorjahren, in denen der Radverkehr in den Sommer hinein erkennbar steigt und Richtung Herbst wieder abfällt - eine konstantere Radfahrnachfrage über die komplette Saison. Die Sonntage ragen regelmäßig überdurchschnittlich heraus.
Besonders markant ist der Einbruch der Nachfrage in der zweiten Septemberwoche. Nicht nur enden hier die Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern. Auch das Wetter zeigt sich für das Radfahren ungeeignet und verhindert eine gute Nachsaison für den sächsischen Radtourismus.
Rund um den Tag der Deutschen Einheit Anfang Oktober ist das Radverkehrsaufkommen wetterbedingt vergleichsweise gering. Mit besseren Bedingungen und Beginn der Herbstferien zieht die Nachfrage an. Die beiden letzten Wochenenden mit ihrem angenehmen Wetter verdeutlichen den hohen Stellenwert des Ausflugstourismus.
