Strategische Impulse und Empfehlungen
Der Wettbewerb steigt, denn viele Regionen im In- und Ausland investieren analog zum Freistaat in den Ganzjahrestourismus einschließlich Radfahren und Biken.
Ausgehend von einer vielversprechenden Marktlage (vgl. S. 9 ff.) lassen kraftvolle Veränderungen in der Gesellschaft und im Marketing allgemein sowie im Fahrradfahren und Aktivtourismus im Besonderen (vgl. S. 30 f.) anspruchsvolle Jahre erwarten. Technische Grundlagen verändern sich derzeit extrem schnell. Die Entwicklung ist nur bedingt vorhersagbar. Die Nachfrage wird sich spürbar verlagern – nicht zuletzt durch den demografischen Wandel und das Ausscheiden geburtenstarker Jahrgänge aus dem Berufsleben. Die finanziellen Spielräume sind begrenzt.
Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse der Untersuchung aus dem Jahr 2024: Völlig unabhängig von der Einschätzung zum Radverkehr allgemein (vgl. S. 25) hat Sachsen rad- und biketouristisch insbesondere hinsichtlich ausgewählter Angebote eine ermutigende Ausgangslage. Viel zu wenige Menschen wissen davon.
Vor diesem Hintergrund ist es zielführend, den Rad- und Biketourismus Touristisches Fahrradfahren abseits geteerter Straßen und Wege. in Sachsen konzentriert, robust, aktions- und reaktionsfähig aufzustellen. Die smarte und resiliente Weiterentwicklung des Rad- und Biketourismus ist das Gebot der Stunde.
Konzentration auf das touristisch Erfolgversprechende
Die Hauptaufgabe des Rad- und Biketourismus ist es, den Radgästen heute und in Zukunft tourismuswirtschaftlich wirksame Erlebnisse zu ermöglichen. Dies gilt sowohl für Tagesausflüge als auch für Übernachtungsreisen. Dafür sind die Verantwortlichen auf die vorhandenen infrastrukturellen und räumlichen Gegebenheiten angewiesen.
Die Inwertsetzung eines gut ausgebauten und gepflegten Radverkehrsnetzes bietet Touristikern andere Möglichkeiten als wenn dies nicht der Fall ist. Eine landesweite dauerhafte Messung des Radverkehrs wie in Hessen an 500 Standorten, davon etwa die Hälfte mit Radtourismus Klassischer Tourismus mit dem Fahrrad, überwiegend auf Asphalt und wassergebundenen Wegen. Bedeutung, bieten den Produktmanagern in den Destinationen ein ständiges Feedback über die Nutzung ihres Angebots und hilft bei der Weiterentwicklung.
Diese Voraussetzungen sind im Freistaat derzeit nicht gegeben. Gleichwohl besteht ausgehend von der hohen Erlebnisqualität, den sehr guten Bewertungen der Radgast Radfahrende Person, die aus touristischen Motiven unterwegs ist. und dem Vorsprung im Mountainbikeangebot großes Potenzial für einen sächsischen Weg im Rad- und Biketourismus.
Um dieses Potenzial gezielt zu nutzen, gilt es, gemeinsam mit den zuständigen Ministerien und weiteren Akteuren die Rahmenbedingungen für ein fahrradfreundliches Sachsen weiter zu verbessern sowie vorhandene Synergien – etwa mit dem Städte- und Gesundheitstourismus, der Fahrradwirtschaft, dem Mobilitätssektor oder der Wirtschaftsförderung – gezielt zu nutzen.
