Ergebnisse 2024 (Kapitel 4)

Methodik

© Dennis Stratmann · TMGS/absolutGPS

Radverkehrsaufkommen

Zur Feststellung des Status quo stellte die umfassende Zählung von Radfahrern und Radfahrerinnen einen Schwerpunkt dieser Untersuchung dar. Durch diese wurden die Volumina der Radfahrenden auf verschiedenen Radwegen im Freistaat erhoben. Darüber hinaus war insbesondere die zeitliche Verteilung der Nutzung von großem Interesse.

Für die Messung kamen verschiedene Typen von Zählgeräten zum Einsatz. Dadurch sollten unterschiedliche Fragestellungen beantwortet werden.

  • Stationäre Zähler: An fünf Standorten, verteilt über die Großregionen, wurde die Radnutzung über die Hauptsaison hinweg gemessen. Die Geräte waren zwischen Juni und Oktober 2024 durchgängig an ihren Standorten in Betrieb. Sie erfassten sämtliche passierende Radfahrende mit Zeitstempel und Bewegungsrichtung.
  • Mobile Zähler: An 17 weiteren Standorten kam rotierende Zähltechnik ebenso im Zeitraum von Juni bis Oktober zum Einsatz. Zusammen mit den stationären Messungen und weiteren Daten aus anderen Radverkehrsuntersuchungen konnte für jeden Standort ein Profil erstellt und ein kompletter Saisonverlauf errechnet werden.
  • Kompaktzähler: An zehn Standorten wurde zusätzlich die konkrete Wegewahl der Radfahrer und Radfahrerinnen an Kreuzungssituationen erhoben, um Präferenzen feststellen zu können.

Die Wahl der Standorte erfolgte in enger Abstimmung mit den und der . Zusammen mit der TMGS wurden dazu im ersten Schritt die beliebtesten Radwege der einzelnen Regionen anhand der Zugriffs- und Downloadzahlen der Online-Portale analysiert. Diese und auf Wunsch der Projektpartner weitere Radwege wurden nach Aufteilung auf die Regionen zur anschließenden Konkretisierung und Genehmigung der Messstellen bestimmt.

Weitere Prämissen für die Standortwahl waren:

  • Die Standorte sind möglichst gleichmäßig im Freistaat verteilt.
  • An den Standorten bestehen relevante Radverkehrsvolumina, um ausreichend Daten zur Beobachtung von Schwankungen zu gewährleisten.
  • An den Standorten wird ein erwartbar überdurchschnittlicher Anteil des Alltagsradverkehrs möglichst vermieden (bestenfalls keine Standorte nahe Schulen, Bahnhöfen etc.).
  • An den Standorten wird der Radweg möglichst in beiden Fahrtrichtungen genutzt.
  • Die Standorte liegen nicht an Aussichts- oder Rastplätzen o. ä., um ein Anhalten der Radfahrenden und damit ggf. Mehrfachzählungen zu vermeiden.

Entsprechend dieser Kriterien wurden für die Untersuchung folgende Standorte gewählt:

  • Großregion 1 – stationär: Chemnitz, Wolkenstein, Plauen; mobil: Eibenstock, Neuhausen, Flöha, Zwickau, Schöneck, Lengenfeld (Vogtl.), Plauen; kompakt: Adorf, Wolkenstein
  • Großregion 2 – stationär: Markkleeberg; mobil: Grimma, Pegau, Schkeuditz; kompakt: Pegau
  • Großregion 3 – stationär: Dresden, Spreetal; mobil: Hoyerswerda, Bautzen, Lohmen, Malschwitz, Sebnitz, Moritzburg, Bad Schandau, Neustadt

Ihre Lage und das erfasste Radverkehrsaufkommen sind auf Seite 16 dargestellt.

Vom Landkreis Görlitz (2 Standorte auf dem Oder-Neiße-Radweg) und vom Landkreis Meißen (9 Standorte) wurden weitere Zähldaten als Datenspenden für diese Untersuchung zur Verfügung gestellt. Diese wurden zusätzlich ausgewertet und sind in den Datenblättern im Anhang (ab S. 61) enthalten.

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