Volumen und Umsätze
Insgesamt verbringen Gäste mit dem Reisemotiv Radfahren jährlich 9,8 Millionen Aufenthaltstage in Sachsen. Davon entfallen gut 7,5 Millionen auf den Radtourismus Klassischer Tourismus mit dem Fahrrad, überwiegend auf Asphalt und wassergebundenen Wegen. in engeren Sinn. 2,2 Millionen dieser Aufenthaltstage erfolgen durch Übernachtungsgäste in Beherbergungsbetrieben. Knapp 300.000 Aufenthaltstage entfallen auf Radgast Radfahrende Person, die aus touristischen Motiven unterwegs ist. , die Verwandte, Bekannte und Freunde besuchen. Bei fast 5,1 Millionen Aufenthaltstagen handelt es sich um radtouristisch geprägte Tagesausflüge. Für den Radtourismus im weiteren Sinn beläuft sich die Summe der Aufenthaltstage auf knapp 2,3 Millionen. Sie gliedern sich in 1,7 Millionen Aufenthaltstage im Übernachtungsgewerbe und nahezu 600.000 Aufenthaltstage bei Verwandten, Bekannte und Freunde.
Bei durchschnittlichen Gesamt-Tagesausgaben pro Person von 105 Euro unter den Übernachtungsgästen, von 27,50 Euro bei den Tagesgästen und von 25,70 Euro unter den Gästen von Verwandten, Bekannten und Freunden ergibt sich ein jährlicher Brutto-Umsatz durch den Radtourismus im engeren Sinn in Höhe von 377,8 Millionen Euro (siehe nachstehende Tabelle 2). Der Bruttoumsatz durch den Radtourismus im weiteren Sinn beläuft sich auf jährlich 190,5 Millionen Euro. Insgesamt verzeichnet der Radtourismus im Freistaat damit einen Brutto-Umsatz von 568,3 Millionen Euro – rund sechs Prozent des Wirtschaftsfaktors Tourismus in Sachsen. Der Biketourismus Touristisches Fahrradfahren abseits geteerter Straßen und Wege. kommt noch hinzu.
| ÜN- Gäste | Tages- gäste | VFR-Gäste | gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Aufenthaltstage (Mio.) | 2,20 1,67 | 5,06 | 0,28 0,59 | 7,54 2,26 |
| Summe Aufenthaltstage | 3,87 | 5,06 | 0,87 | 9,80 |
| ø Tagesausgaben (€) | 105,00 | 27,50 | 25,70 | |
| Brutto-Umsatz (Mio. €) | 231,6 175,3 | 139,0 | 7,2 15,2 | 377,8 190,5 |
| Summe Brutto-Umsatz | 406,9 | 139,0 | 22,4 | 568,3 |
Radtourismus im engeren Sinn; Radtourismus im weiteren Sinn
Der Gesamtumsatz durch den Radtourismus in Sachsen führt zu Wertschöpfung in drei Hauptgruppen:
- Gastgewerbe: Ausgaben in Betrieben des Beherbergungs- und Gaststättengewerbes
- Einzelhandel: Ausgaben im Lebensmitteleinzelhandel und weiteren Bereichen des Einzelhandels
- Dienstleistungen: Ausgaben in allen Bereichen außerhalb des Gastgewerbes und Einzelhandels, z. B. ÖPNV-Nutzung, Eintrittsgebühren, Gästekarten, Wellnessangebote etc.
Insgesamt entfallen 55,5 Prozent, also 315,2 Millionen Euro der Bruttoumsätze durch den Radtourismus auf das Gastgewerbe. Der zweitgrößte Anteil wird mit 25,7 Prozent bzw. 146,3 Millionen Euro Umsatz durch den Einzelhandel erwirtschaftet. Weitere 106,8 Millionen Euro (18,8 %) entfallen auf Dienstleistungen (vgl. Abbildung 3).
Wie immer ist der Umsatzanteil des Gastgewerbes bei Übernachtungsgästen auch in Sachsen deutlich höher als bei den Tagesgästen. Letztere verpflegen sich nur, aber nächtigen nicht.
Für die Übernachtungsgäste entfallen fast zwei Drittel der Umsätze (63,8 %) auf das Gastgewerbe. Zu jeweils 18,1 Prozent profitieren Einzelhandel und die Anbieter von Dienstleistungen. Die Struktur der Ausgaben der Tagesgast Radgast, der an der Route nicht übernachtet. und der VFR-Gäste ähneln sich. Etwa 45 Prozent der Ausgaben entfallen auf den Einzelhandel (45 bzw. 44,6 %). Die Umsätze im Gastgewerbe liegen bei einem guten Drittel (34,4 bzw. 35 %). Die Dienstleistungsbetriebe profitieren von etwa einem Fünftel der Ausgaben (20,6 bzw. 20,4 %).
