Reiseverhalten: Für aktive Menschen gehört das Fahrrad dazu
23,3 Millionen Deutsche zwischen 14 und 74 Jahren haben ein (sehr) großes Interesse am Fahrradfahren im Urlaub (also bei Reisen mit Übernachtung). Dieser Markt ist gegenüber dem potenziellen Zielmarkt von 44,1 Millionen freizeitlichen Radfahrern und Radfahrerinnen nach wie vor beachtlich, aber signifikant kleiner.
Ganz ähnlich sieht es im Hinblick auf die Tagesgast Radgast, der an der Route nicht übernachtet. aus: 19,7 Millionen Menschen zwischen 14 und 69 Jahren haben 2022 oder 2023 mindestens eine halbtägige Fahrradtour unternommen.
Geografisch zeigt sich im Fahrradtourismus Sammelbegriff für Rad- und Biketourismus. seit jeher eine enge Verknüpfung zur Regionalentwicklung und Lebensqualität für die einheimische Bevölkerung. So bevorzugen 74 Prozent die »nähere Wohnumgebung«. Knapp die Hälfte (47 %) interessiert sich für andere Regionen in Deutschland.
Auch zwischen den Sinus-Milieus besteht sowohl im Alltag wie auch auf Reisen eine signifikant unterschiedliche Affinität zum Fahrrad. Dabei ist das Interesse an Radreisende Radgäste, die mindestens eine Übernachtung vor Ort verbringen. im Expeditiven sowie im Konsum-Hedonistischen Milieu am höchsten (23 bzw. 26 %). Knapp jede/r Fünfte aus dem Konservativ-Gehobenen, Postmateriellen, Performer- und Neo-Ökologischen Milieu ist an einer solchen Reise interessiert.
Knapp 90 Prozent der Reisen mit der Aktivität Radfahren finden im Sommerhalbjahr, nur gut 10 Prozent in der kühlen Jahreszeit statt.
Neben dem Radfahren gehören der Aufenthalt in der Natur, der Besuch kultureller und historischer Sehenswürdigkeiten sowie der Genuss typischer Speisen und Getränke zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten vor Ort.
Aus sächsischer Sicht besonders interessant: Für Radausflugsgäste stechen der Besuch von »Parks und Gärten«, »Natur- und Nationalparks«, »Burgen, Schlössern, Kirchen und Denkmälern« sowie von »Thermen, Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen« im Vergleich zu allen Tagesgästen als besonders relevant hervor.
