Markt und Zielgruppen: Die Nachfrage ist differenziert
Die Zeichen stehen gut: Drei von vier Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren (44,1 Millionen) fahren in ihrer Freizeit Fahrrad. Mehr als jeder Fünfte (13,1 Millionen) ist täglich oder mehrmals wöchentlich mit dem Fahrrad unterwegs, 26 Prozent sind es mehrmals monatlich (15,5 Millionen).
Dabei hat sich die Nutzung der Fahrräder und Bikes in den letzten 25 Jahren extrem verändert. Sowohl die Einführung der Pedelec Fahrrad, bei dem die Tretkraft elektrisch unterstützt wird. als auch insgesamt robustere Komponenten machen die Fahrräder angenehmer und fehlerverzeihender zu fahren.
Das Ergebnis: Die Gäste trauen sich mehr zu. Entfernungen spielen weniger eine Rolle, Ziele rücken enger zusammen. Klassische Flussradweggäste zieht es auch in die umliegenden Landschaften. Trekking- und Tourenradgäste nehmen nicht nur Asphalt, sondern auch Naturwege in den Mittelgebirgen und Alpen mit. Mountainbikegäste suchen in viel größerem Umfang Fahrfreude auf Trails und Pfaden. Die Gravelbike Fahrradsegment für wechselnde Untergründe, insbesondere Forst- und Naturwege. und -biker erobern mit Forst- und Naturwegen das angestammte Areal der Touren- und Marathon- Mountainbike Fahrrad für das Fahren auf grobem Untergrund, Naturwegen und Pfaden. . Diese Entwicklung wird sich fortsetzen.
Die digitale Transformation führt auch im Radtourismus Klassischer Tourismus mit dem Fahrrad, überwiegend auf Asphalt und wassergebundenen Wegen. zu höheren Ansprüchen: Informationen und Angebote sollen hochaktuell und passgenau sein. Die Bewertungsplattformen und Outdoor-Apps machen den Markt immer transparenter und die Routenfindung auch »in der Fremde« kinderleicht – nicht immer zur Freude der Einheimischen und Tourismusverantwortlichen.
Diese Entwicklung ist nicht umzukehren. Daraus resultieren neue Aufgaben für das Daten-, Aktivitäts- und Qualitätsmanagement Systematische Sicherung und Weiterentwicklung der Angebots- und Erlebnisqualität. . Kurzum: Die Erlebnis- und Angebotsqualität wird – was auch immer sie für die jeweilige Nutzungsgruppe bedeutet – in einer hochdigitalisierten Welt neben der räumlichen Ausstattung zum prägenden Differenzierungsmerkmal. Gute Angebote werden damit auch der entscheidende Hebel für die » Besucherlenkung Gezielte räumliche, kommunikative und qualitative Steuerung von Besucherströmen. «.
