Das fahrradtouristische Angebot wächst und reift
Wurden im Jahr 2005 etwa 40.000 Kilometer Strecke und 52 Radfernwege in Deutschland in der Broschüre »Deutschland per Rad entdecken« von DZT Deutsche Zentrale für Tourismus e. V. und ADFC Allgemeiner Deutsche Fahrrad-Club e. V. beworben, so sind es 2025 schon 320 Radfernwege, etwa 100.000 Kilometer Strecke sowie eine Vielzahl regionaler Themenrouten.
Aufgrund ihrer Langjährigkeit ermöglicht die Broschüre einen Langzeitvergleich. Sie steht aber mitnichten für das gesamte Angebot in Deutschland. Im Gegenteil: Die letzten 20 Jahre wurden von den Touristikern landauf, landab intensiv genutzt, um neue Routen, Streckennetze und ganze Radregionen zu konzipieren und ihr Angebot deutlich zu differenzieren – z. B. für Rennradgäste oder die verschiedenen Segmente im Mountainbike Fahrrad für das Fahren auf grobem Untergrund, Naturwegen und Pfaden. .
Diese Entwicklung macht vor der Bundesgrenze nicht halt. In ganz Europa arbeiten Reiseregionen konzentriert am Ausbau ihrer Radtourismus Klassischer Tourismus mit dem Fahrrad, überwiegend auf Asphalt und wassergebundenen Wegen. Infrastruktur und des darauf aufbauenden Angebots. Häufig ist die Motivation eine Kombination aus der Aufwertung des Lebensumfeldes für die einheimische Bevölkerung, dem Ziel eines nachhaltigerem und gesundheitsförderlichen Mobilitätsverhalten sowie der Wunsch nach den tourismuswirtschaftlichen Effekten.
Viele bisher stark vom Wintertourismus geprägte Regionen setzen neben dem Wandern auf den Rad- und Biketourismus Touristisches Fahrradfahren abseits geteerter Straßen und Wege. im Rahmen eines klimatisch bedingten Strukturwandels. In Ost-, Süd- und Südwesteuropa tragen die NextGenerationEU-Mittel stark zum Ausbau des Radverkehrs und der Stärkung des Fahrradtourismus Sammelbegriff für Rad- und Biketourismus. bei.
Dies mündet häufig in nationale Entwicklungsstrategien für den Fahrradtourismus, z. B. in Österreich, Frankreich, Ungarn oder Dänemark, die dann für die regionale und kommunale Ebene verfeinert und adaptiert werden.
Wo auch immer mit Kraft an der radtouristischen Angebotsqualität gearbeitet wird: Hier werden neue Standards gesetzt, die auch die Erwartungen der Gäste an das Angebot im Inland prägen. Das betrifft die gesamte touristische Servicekette und viele langjährige Stolpersteine: Sei es die Fahrradmitnahme im ÖPNV, die Qualität von Wegen oder Wegweisung, das digitale Erlebnis oder das Angebot der Betriebe.
